Lange nichts von uns gehört??? Stimmt!!! Die letzten Tage in Shanghai waren doch noch einmal sehr stressig und wir hatten noch einiges auf unserem Sightseeing-Zettel offen. Nach dem wir unser Praktikum erfolgreich beendet haben, standen die ersten beiden Tage vollständig im Zeichen des Regens. Wir haben daher auch nichts überstürzt und haben es entsprechend langsam angehen lassen. Erst am Donnerstag haben wir uns auf gemacht um durch die Altstadt von Shanghai zu laufen. Mit dem Ziel: Yu Yuan Garden. In der Altstadt sollte eigentlich das alte Shanghai gezeigt werden, allerdings war es mehr Kommerz und Tourikram als Nostalgie. Bereits vor 5 Wochen sind wir einmal durch ein altes Teilstück von Shanghai gegangen indem normalerweise keine Touristen verkehren. Das war wesentlich entspannter und vor allem interessanter. Der Yu Yuan Garden war ganz interessant und mit seiner Größe auch sehr imposant. Gerade wenn man die alte chinesische Architektur anschaut und im Hintergrund der 500 Meter hohe World Financial Tower.
Am Freitag war nun unser letzter Tag in Shanghai!!! Auf unserer Liste standen noch: Fußmassage, Post, Nudelmann und die Aussichtsplattform im World Financial Tower. Erstmal alles der Reihe nach:
Zum Glück war die letzten Tage die chinesische Freundin eines deutschen Mitpraktikanten bei uns in der Unterkunft. So haben wir gleich die Gunst der Stunde genutzt und sind mit ihr zur Post gegangen um ein Paket Richtung Deutschland aufzugeben. Die Hilfe war auch nötig denn natürlich konnte dort niemand englisch. Nachdem ich das Paket durch die Morgensonne bei 30 Grad geschleppt habe, dachte ich mir so, dass meine Haare doch schon wieder sehr lang sind und das sich mit der Hitze nicht so gut vereinbaren lässt J
Kurze rede langer Sinn: Lulu war so hilfreich dem Friseur mitzuteilen, wie meine Haare auszusehen haben. Natürlich wurde alles unter den strengen Augen von Lena-Alice durchgeführt. Gerade als die chinesische Haarwäscherin namens Do-Do die Haare etwas lange massierte *lol*
Das Ergebnis jedenfalls war super!!! Als es ans Bezahlen ging wurden zuerst 48 Yuan verlangt… Eigentlich waren 20 vereinbart, aber da mich der „beste Figaro“ bedient hatte, wurde der Betrag etwas erhöht. Aber das war uns zu viel… Nach kleiner Diskussion haben wir 15 Yuan bezahlt. Das hat sich gelohnt, denn die Frisur sitzt…
Auf dem Rückweg zur Wohnung haben wir unseren Besuch beim Nudelmann abgehalten und „Zai jian“ gesagt.
Am frühen Nachmittag haben wir uns dann zum „Wolkenkratzer-Viertel“ aufgemacht. Ziel war das Observation-Deck im World Financial Tower im 94. + 97. + 101. Stock.
Wir haben schon mit dem Schlimmsten gerechnet: Schlangen, Schlangen und noch mal Schlangen vor dem Eingang. Aber nein, wir konnten direkt durch gehen. Wir buchten den Besuch für alle drei Aussichtsplattformen auf den verschiedenen Stockwerken. Mit dem Fahrstuhl ging es aus dem Keller des Hauses in die 94. Etage. Von dort per Rolltreppe auf die erste Aussichtsplattform. Der Blick war schon sensationell, Pudong und Shanghai haben uns zu Füssen gelegen J Doch wir wollten höher hinaus. Mit dem Fahrstuhl noch 4 Etagen höher… Dort oben waren wir im höchsten Teil des „Flaschenöffners“ angekommen. Das Besondere hierbei war, dass im Boden Glasplatten eingebaut waren, so dass man direkt 500 Meter in die Tiefe schauen konnte. Ich hab mich ziemlich erschrocken und nachdem ich die Glasplatten gesehen habe, musste ich mich doch beim Fotografieren etwas fester festhalten J
Ein toller Abschied von Shanghai!!!
Im Apartment angekommen haben wir uns auch gleich aufgemacht um uns noch einmal bei der Fußmassage verwöhnen zu lassen. Danach waren wir entsprechend entspannt und konnten unsere Koffer packen, bevor es mit den weiteren Zeiss Praktikanten zum Abschieds-Teppanyaki ging. Es folgte ein sehr nettes Schlemmen und Plaudern über die letzten 7 Wochen…
Nach jetzt 3 Tagen Abstand zu Shanghai und Strand, Meer und Sonne ist die Hektik von Shanghai schon ganz weit weg und es kommt einen vor, als hätten wir noch ein Wochenende dort verbracht. Aber mehr ist die Zeit in Shanghai nicht wert: 7 Wochen = gefühlte 4 Tage. Das sind die Realität und die Geschwindigkeit mit der diese Stadt jeden Tag lebt. Die Entwicklung Shanghais sucht wohl seines gleichen!!!





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