Skyline of Pudong

Skyline of Pudong
Blick aus unserem Zimmer

Donnerstag, 16. September 2010

Angekommen!!!

Wir sind zurück !!!! 

Montag, 13. September 2010

Peking - die chinesische Mauer

Einsamkeit am größten Bauwerk der Welt: Wer die Chinesische Mauer für sich haben will, sollte die gut restaurierten Abschnitte mit ihren Touristen-Buslandungen meiden. Eine entspannte Wellness-Tour ist die Kraxelei allerdings nicht - frühes Aufstehen und Trittsicherheit sind Pflicht.

Peking/Miyun - Verschlafen stolpert Vincent Liu über den Busbahnhof von Miyun. Sein Atem dampft in der Kälte, fast drei Stunden war er mit der U-Bahn und dem Bus unterwegs. Noch eine Stunde Fahrt in einem Sammeltaxi, dann endlich türmt sich die Chinesische Mauer vor den Augen des 32-Jährigen auf. In seinen 13 Jahren in Peking hat er sie schon oft gesehen - aber noch nie so wie heute. Er ist nicht in Badaling, am bekanntesten und touristisch am besten erschlossenen Abschnitt, dafür müsste er nicht um 4 Uhr aufstehen. Vincent wollte lieber nach Jinshanling und Simatai, wo nicht jeder Mauermeter restauriert ist - zur "echten Mauer", wie er es nennt.

Als das unbeheizte Taxi um kurz nach 9 Uhr das Ziel rund 120 Kilometer nordöstlich von Peking erreicht, kämpfen sich die ersten Sonnenstrahlen durch den zarten chinesischen Winternebel. Etwa 100 Yuan (zehn Euro) pro Person haben Vincent und sein Begleiter John Ayers aus London für die Fahrt vom Busbahnhof Peking-Dongzhimen bis nach Jinshanling bezahlt.

Organisierte Touren kosten das Dreifache und mehr, sind aber auch schneller und holen ihre Gäste meist am Hotel ab. Doch dem Trubel einer zehnköpfigen Reisegruppe wollen Vincent und John entgehen. Sie möchten die Mauer für sich, statt sich von einem Reiseleiter zum nächsten Sammelpunkt drängen zu lassen.

Nur für Trittsichere

Tatsächlich ist ein allzu straffer Zeitplan nicht empfehlenswert. Vier bis fünf Stunden sollten für die Wanderung von Jinshanling nach Simatai auf dem Rücken des Yan-Gebirges kalkuliert werden. Zu schnell geht sonst der Blick für Mauer und Natur verloren - für das alte chinesische Territorium im Süden mit seinen Terrassenfeldern und für die wildere Innere Mongolei im Norden mit schrofferen Felsen und steiler abfallenden Hängen. Nach einem gemächlichen Auftakt zeigt sich die Mauer hier als Achterbahn ohne TÜV-Zulassung: Steile Treppen geht es hinauf und wieder hinunter, mal sind nur Stufen weggebrochen, mal scheint ein Erdrutsch die halbe Mauer mit sich gerissen zu haben.

Es sind Spuren aus mehr als 400 Jahren: Beide Abschnitte wurden während der Ming-Dynastie errichtet oder wiederhergestellt, die in China herrschte, als in Europa das Mittelalter endete. Die Strecken sind weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Vincent macht besonders das Relief zu schaffen. Obwohl es bei seiner Tour im Winter kaum wärmer als null Grad ist, hat er seine dicke Jacke längst in den Rucksack gestopft und kämpft sich schnaufend den nächsten Anstieg hinauf.

Doch die Aussicht und die Abgeschiedenheit entschädigen für alle Mühen. "In Badaling wimmelt es von Touristen und T-Shirt-Verkäufern", erzählt der Chinese, als er und John sich auf dem Dach eines Wachturms für ein zweites Frühstück einrichten. "Hier haben wir die Mauer wirklich für uns." Nur drei Händler und zwei Wanderer sind ihnen in den vergangenen drei Stunden begegnet, da fand sich sogar Ruhe für ein paar Tai-Chi-Übungen in authentischer Umgebung. Zur Hochsaison im Herbst ist hier ebenfalls mehr Betrieb. Bei gutem Wetter ist die Tour aber auch im Winter unbedenklich.

Waghalsige Kletterei zum "Pekingblick"

Mehr als 30 Wachtürme und ungezählte Höhenmeter haben die Wanderer hinter sich, als sie mittags Simatai erreichen. Ein zweites Ticket muss erwerben, wer auch diesen Abschnitt betreten will. Weitere fünf Yuan Brückenzoll werden fällig, um auf einer schmalen Hängebrücke einen spiegelglatten Stausee zu überqueren und so vom Ost- in den Westteil des Simatai-Abschnitts zu gelangen. Hier wird es noch einmal steiler. Über 150 Meter schießt der Gegenhang in die Höhe.

Auf den höchsten Gipfel der Simatai-Mauer schaffen es nur wenige Wanderer. Nur über die "Himmelsleiter" sind der "Pekingblick" und der "Engelsturm" auf 986 Metern Höhe zu erreichen. Die bis zu 80 Grad steile Passage, die an ihrer schmalsten Stelle nur einen halben Meter breit ist, erfordert neben Mut vor allem grundlegende Kletterkenntnisse. Verbunden werden die beiden Türme von der "Himmelsbrücke", einem 100 Meter langen und 40 Zentimeter schmalen Grat. Wer ihn bezwingt, soll nachts die Lichter von Peking sehen können und darf sich "Held der Chinesischen Mauer" nennen.

Doch mit Heldenruhm wird es dieses Mal nichts für Vincent und John. Die Beine sind müde, ein Aufstieg über die "Himmelsleiter" wäre jetzt lebensgefährlich. Die Trauer darüber aber hält sich in Grenzen. Viel haben sie von der "echten Mauer" gesehen und ihre Einsamkeit genossen. "Jetzt weiß ich, wie sich Obama auf der Mauer gefühlt haben muss", sagt John - für den Besuch des US-Präsidenten im November 2009 war der Badaling-Abschnitt gesperrt worden. "Aber der musste sicher nicht so früh aufstehen."

Von Max-Morten Borgmann, dpa

(Quelle: http://www.spiegel.de/reise )


Chinesische Mauer

Heute haben wir uns auf den Weg zur "Great Wall" gemacht. Unser Concierge im Hotel hat uns einen Freund empfohlen der Touren organisiert. Eine andere Möglichkeit hatten wir eh nicht zur Mauer zu kommen also haben wir gestern gebucht und heute morgen um 7.00 Uhr ging es dann los. Unsere Gruppe war sehr klein - insgesamt 5 Personen plus Guide und Busfahrer.
Die chinesische Mauer liegt weit ausserhalb von Beijing. Wir brauchen mitten in der Rush-Hour gute 2 Stunden. Unser Trip führte uns zum Abschnitt "Mutianyu". Bekannt als als etwas herausfordernder als vergleichsweise die Section um Badaling.
Per Sessellift ging es den Berg hoch auf dem die Mauer verläuft. Es ist schon irre wie die Mauer die Berge hoch und runter klettert, so war doch unsere Vorstellung eher entsprechend einer Mauer die gerade auf einer Ebene verläuft. Oben angekommen hatten wir nun knapp 1 1/2 Stunden zum "Klettern" auf der chinesischen Mauer. Klettern ist das beste Wort dafür, denn mancher Abschnitt hat schon aufgrund der Steigung etwas für Panik gesorgt
Aber es war schon unbeschreiblich was die Mauer für ein Bauwerk ist!!! Die Fotos folgen 
Auf dem weg nach unten konnten wir mit einer Sommerrodelbahn zurück legen, das war natürlich nochmal richtig fun!
Den weiteren Nachmittag haben wir mit weiteren 3 Stops gut überstanden auch wenn es am ende leicht zu einer Butterfahrt ausgeartet ist, da der letzte Stop eine Seidenfabrik war, deren Rundgang eher ans Homeshopping auf TM3 nachts um halb vier erinnerte
Die zwei Vorherigen Stops haben uns die chinesische Kultur und Geschichte näher gebracht. Die Ming Gräber und ein Jade-Museum. Interessant aber das Tagesziel war ja auch die Mauer mit ihrer teilweise 45 Grad Steigung!!!
Morgen geht's weiter 

Sonntag, 12. September 2010

Angekommen in Peking

Nach unserem 3 1/2 Stundenflug sind wir gut in der Hauptstadt Chinas angekommen 
Schon akklimatisiert geht es jetzt in den Olympiapark. Schauen wie die Sportstätten der vergangenen Olympischenspiele aussehen.
Morgen ist die Tour zur großen Mauer geplant!!! Auf unsere letzten Tage werden wir noch einmal richtige Touris!!!

Freuen uns aber auch schon auf Donnerstag und Deutschland und darauf euch alle weiterzusehen 

Mittwoch, 8. September 2010

Abschied aus Shanghai - Hello Sanya



Noch 8 Tage und wir sind zurück!!!
Freuen uns auf Euch!!!

Dienstag, 7. September 2010

Angekommen in Sanya




Wir haben Shanghai nach 7 ereignisvollen Wochen verlassen und sind nach einem 2 ½ stündigen Flug in Sanya auf der Insel Hainan angekommen. Um es gleich vorweg zu nehmen, das Hilton Sanya Ressort & Spa Hotel hat jeden seiner 5 ***** verdient!!!

Ein Dank auch an unser Reisebüro in Nippes, welches doch eine Empfehlung an das Hotel übermittelt hat uns ein kostenloses Upgrade zu geben – und es hat funktioniert J Blick auf den Pool!!! Allerdings mit der Einschränkung, dass wir anstatt des King Bed (ca. 180 cm breit) nun ein Bett haben, welches ca. 2,8 m breit ist. Neben der riesigen Badewanne ein weiteres Highlight. Ansonsten ist das Frühstück perfekt. Es gibt einfach alles was man braucht, von der chinesischen Suppe bis hin zur Salami und einem Yoghurt ist alles vorhanden. Der Pool und Strand und sind genau der Broschüre entsprechend!!! Was noch sehr angenehm ist, dass Haus ist vielleicht nur zu 20% gefüllt, die Ruhe und Entspannung ist einfach herrlich.


Hier werden wir noch tolle Tage bis Samstag verleben. 

Leider haben wir hier keinen dauerhaften Internetanschluss, so dass die Berichte noch wahlweise kommen. Vielleicht dann wieder mehr aus Beijng. Jetzt erstmal Urlaub!!!!



Sonntag, 5. September 2010

Abschied von Shanghai









Lange nichts von uns gehört??? Stimmt!!! Die letzten Tage in Shanghai waren doch noch einmal sehr stressig und wir hatten noch einiges auf unserem Sightseeing-Zettel offen. Nach dem wir unser Praktikum erfolgreich beendet haben, standen die ersten beiden Tage vollständig im Zeichen des Regens. Wir haben daher auch nichts überstürzt und haben es entsprechend langsam angehen lassen. Erst am Donnerstag haben wir uns auf gemacht um durch die Altstadt von Shanghai zu laufen. Mit dem Ziel: Yu Yuan Garden. In der Altstadt sollte eigentlich das alte Shanghai gezeigt werden, allerdings war es mehr Kommerz und Tourikram als Nostalgie. Bereits vor 5 Wochen sind wir einmal durch ein altes Teilstück von Shanghai gegangen indem normalerweise keine Touristen verkehren. Das war wesentlich entspannter und vor allem interessanter. Der Yu Yuan Garden war ganz interessant und mit seiner Größe auch sehr imposant. Gerade wenn man die alte chinesische Architektur anschaut und im Hintergrund der 500 Meter hohe World Financial Tower.

Am Freitag war nun unser letzter Tag in Shanghai!!! Auf unserer Liste standen noch: Fußmassage, Post, Nudelmann und die Aussichtsplattform im World Financial Tower. Erstmal alles der Reihe nach:

Zum Glück war die letzten Tage die chinesische Freundin eines deutschen Mitpraktikanten bei uns in der Unterkunft. So haben wir gleich die Gunst der Stunde genutzt und sind mit ihr zur Post gegangen um ein Paket Richtung Deutschland aufzugeben. Die Hilfe war auch nötig denn natürlich konnte dort niemand englisch. Nachdem ich das Paket durch die Morgensonne bei 30 Grad geschleppt habe, dachte ich mir so, dass meine Haare doch schon wieder sehr lang sind und das sich mit der Hitze nicht so gut vereinbaren lässt J

Kurze rede langer Sinn: Lulu war so hilfreich dem Friseur mitzuteilen, wie meine Haare auszusehen haben. Natürlich wurde alles unter den strengen Augen von Lena-Alice durchgeführt. Gerade als die chinesische Haarwäscherin namens Do-Do die Haare etwas lange massierte *lol*

Das Ergebnis jedenfalls war super!!! Als es ans Bezahlen ging wurden zuerst 48 Yuan verlangt… Eigentlich waren 20 vereinbart, aber da mich der „beste Figaro“ bedient hatte, wurde der Betrag etwas erhöht. Aber das war uns zu viel… Nach kleiner Diskussion haben wir 15 Yuan bezahlt. Das hat sich gelohnt, denn die Frisur sitzt…

Auf dem Rückweg zur Wohnung haben wir unseren Besuch beim Nudelmann abgehalten und „Zai jian“ gesagt.

Am frühen Nachmittag haben wir uns dann zum „Wolkenkratzer-Viertel“ aufgemacht. Ziel war das Observation-Deck im World Financial Tower im 94. + 97. + 101. Stock.

Wir haben schon mit dem Schlimmsten gerechnet: Schlangen, Schlangen und noch mal Schlangen vor dem Eingang. Aber nein, wir konnten direkt durch gehen. Wir buchten den Besuch für alle drei Aussichtsplattformen auf den verschiedenen Stockwerken. Mit dem Fahrstuhl ging es aus dem Keller des Hauses in die 94. Etage. Von dort per Rolltreppe auf die erste Aussichtsplattform. Der Blick war schon sensationell, Pudong und Shanghai haben uns zu Füssen gelegen J Doch wir wollten höher hinaus. Mit dem Fahrstuhl noch 4 Etagen höher… Dort oben waren wir im höchsten Teil des „Flaschenöffners“ angekommen. Das Besondere hierbei war, dass im Boden Glasplatten eingebaut waren, so dass man direkt 500 Meter in die Tiefe schauen konnte. Ich hab mich ziemlich erschrocken und nachdem ich die Glasplatten gesehen habe, musste ich mich doch beim Fotografieren etwas fester festhalten J

Ein toller Abschied von Shanghai!!!

Im Apartment angekommen haben wir uns auch gleich aufgemacht um uns noch einmal bei der Fußmassage verwöhnen zu lassen. Danach waren wir entsprechend entspannt und konnten unsere Koffer packen, bevor es mit den weiteren Zeiss Praktikanten zum Abschieds-Teppanyaki ging. Es folgte ein sehr nettes Schlemmen und Plaudern über die letzten 7 Wochen…

Nach jetzt 3 Tagen Abstand zu Shanghai und Strand, Meer und Sonne ist die Hektik von Shanghai schon ganz weit weg und es kommt einen vor, als hätten wir noch ein Wochenende dort verbracht. Aber mehr ist die Zeit in Shanghai nicht wert: 7 Wochen = gefühlte 4 Tage. Das sind die Realität und die Geschwindigkeit mit der diese Stadt jeden Tag lebt. Die Entwicklung Shanghais sucht wohl seines gleichen!!!

  

Freitag, 3. September 2010

Tropeninsel Hainan - Hawaii auf Chinesisch

Weiße Strände, ganzjährig tropisches Klima: Das liebste Strandurlaubsziel der Chinesen ist die Insel Hainan. Hier verbringen Gruppenreisende in Hawaiihemden ihre Zeit mit Shopping und Essen - oder buchen den Tagesausflug ans "Ende der Welt".

Sanya - Pro Jahr 300 Sonnentage, durchschnittlich 25 Grad im Schatten, ein badewannenwarmes Meer, das an kilometerlange weiße Strände plätschert, dazu Ananas und Mangos, Orchideen und Kokospalmen. Das klingt wie Hawaii? Ist es aber nicht. Nein, es geht um Hainan, Chinas größte Tropeninsel, die ganz im Süden des "Reichs der Mitte" liegt und nur etwas kleiner als Nordrhein-Westfalen ist.

Völlig aus der Luft gegriffen ist der Hawaii-Vergleich aber nicht. Denn erstens vergleicht sich das chinesische Eiland selbst gern mit der ein paar tausend Kilometer weiter östlich gelegenen US-Inselgruppe im Pazifik. Zweitens ist das Klima ähnlich, drittens gibt es hier wie dort Massentourismus: Auf Hainan wurden 2008 rund sechs Millionen Besucher gezählt, davon immerhin 6000 aus Deutschland. Der aktuelle Fünfjahresplan sieht eine Steigerung der Besucherzahl auf 50 Millionen vor.

Viertens sehen sich Hawaiis Hauptstadt Honolulu und Sanya, die Touristenmetropole im Süden Hainans, recht ähnlich: Hochhäuser direkt am Strand, viel Verkehr, viele Hotels, viele Fast-Food-Restaurants. Mit dem Unterschied allerdings, dass die chinesische Schnellküche deutlich besser schmeckt als die Produkte der US-Restaurantketten.

Hauptsache, die Urlaubsoptik stimmt

Der Hang zur Hawaii-Verehrung geht - fünftens - so weit, dass auf Hainan sogar das Hawaiihemd imitiert wird: So gut wie alle chinesischen Touristen auf Hainan kaufen sich ein solches Stück Stoff mit knallbunten Mustern. Die farbenfrohen Hemden werden freilich nicht in Hawaii hergestellt, sondern irgendwo in einer chinesischen Textilfabrik. Den Chinesen ist es aber ziemlich egal, ob sie ein Original am Leib tragen oder eine Fälschung: Hauptsache, die Urlaubsoptik stimmt. Und weil Chinesen gern in Gruppen reisen und sich ungern individuell geben, tragen die Mitglieder einer Reisegruppe oder einer Familie oft Hawaiihemden mit identischen Farben und demselben Muster - und manchmal sogar passende Hosen dazu.

Sechstens: Hawaii und Hainan sind gleichermaßen Einwandererinseln, die ursprüngliche Bevölkerung ist längst in der Minderheit. Auf Hawaii werden Touristen, die sich für die alte polynesische Kultur interessieren, in folkloristische Hula-Shows geschickt, und wer auf Hainan das ursprüngliche Leben kennenlernen will, muss das Volk der Li im Inneren der Insel besuchen. Es lebt hier noch in Hütten aus Reisstroh und geht mit Pfeil und Bogen auf die Jagd, posiert aber längst auch friedlich für touristische Erinnerungsfotos.

Ein großer Unterschied ist allerdings sofort zu erkennen: Während die Strände auf Hawaii oft voll sind, sind sie auf Hainan erstaunlich leer. Was nicht daran liegt, dass es hier zu wenig Sand gibt. Doch die meisten chinesischen Hainan-Touristen buchen zwar Strandurlaub, aber am Baden im Meer sind sie nicht interessiert, genauso wenig wie am Sonnenbaden. Lieber geht man hier mit einem Sonnenschirm spazieren und begibt sich allenfalls bis zu den Knien ins Wasser, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass viele Chinesen nicht schwimmen können.

Kyrillische Schriftzeichen an Geschäften

Während auf Hawaii viele Japaner Urlaub machen, sind auf Hainan die Russen die größte Gruppe der ausländischer Besucher, es kommen etwa 150.000 pro Jahr. Das ist vor allem mit der geografischen Nähe zu erklären: Von Sibirien sind es nur wenige Flugstunden nach Hainan.

Russisch ist deshalb, noch vor Englisch, die am meisten verbreitete Fremdsprache auf Hainan. Viele Geschäfte sind auch mit kyrillischen Schriftzeichen beschriftet, und auch Speisekarten gibt es viel eher mit russischer als mit englischer Übersetzung.

Hainans Hauptstadt Haikou liegt im Norden der Insel. Hier spielt Tourismus aber nur eine Nebenrolle, die Hauptrolle hat der Süden rund um Sanya inne, wo es eine Bilderbuchbucht neben der nächsten gibt, inzwischen aber auch ein Hotel neben dem nächsten. Der Bauboom war so ausgeprägt, dass Sanya längst die höchste Dichte an Fünf-Sterne-Hotels in ganz China hat, noch vor Peking und Shanghai.

Vertreten sind fast alle großen Ketten: Von Marriott bis Hilton, von Sheraton bis Ritz-Carlton. Auch Kempinski hat ein Strandresort in Sanya aufgemacht - im hauseigenen "Paulaner" servieren Chinesinnen dort in deutscher Tracht deutsches Bier, frisch gezapft vom Fass.

Frittierte Seidenraupen zum Lunch

Wer nicht den gesamten Urlaub am Strand verbringen will, vertreibt sich die Zeit in Sanya mit Einkaufen und Essen. Die lokale Spezialität sind frittierte Seidenraupen. Hauptsehenswürdigkeit in der Stadt ist der Luhuitou-Park, ein begrünter Hügel, auf dem das Denkmal eines Rehs, das den Kopf dreht, steht. Weniger die Skulptur als vielmehr das Verhalten balzender Chinesen ist hier interessant zu beobachten, denn das vierbeinige Denkmal gilt als Glücksbringer für Verliebte.

Vor den Toren Sanyas lockt das neu gebaute Nanshan-Kloster mit einer 108 Meter hohen Buddhastatue viele Touristen an. Im benachbarten Tempelrestaurant werden vegetarische Gerichte aufgefahren, die aus Tofu geformt sind, aber wie Fleischspeisen aussehen.

Außerhalb der von Hochhäusern geprägten Stadt gibt es üppige Natur zu bewundern, so wie es sich gehört für eine Tropeninsel: Palmenwälder wuchern neben riesigen Plantagen von Wassermelonen; Bauern mit Wasserbüffeln bewirtschaften Äcker und Reisfelder, die so fruchtbar sind, dass drei bis vier Ernten pro Jahr möglich sind.

Als jüngste Touristenattraktion wurde 2008 der Yanoda-Nationalpark eröffnet, ein Urwald, der eine knappe Autostunde von Sanya entfernt ist. "Yanoda" ist die Grußformel der einheimischen Insulaner, weshalb die Parkmitarbeiter jedem Besucher ein lautstarkes "Ya! No! Da!" zurufen, wo auch immer sie ihm begegnen, selbst auf der Toilette.

Im Hawaiihemd zum Ende der Welt

Den Park kann man nicht individuell erkunden, vielmehr schließen sich die Urlauber einer Tour an, die auf perfekt ausgebauten Fußwegen unter Baumriesen und Riesenfarnen entlangführt, vorbei an Wasserfällen, Lianen, Orchideengärten, über Felsschluchten und Hängebrücken. Wer nicht zu Fuß gehen will, setzt sich in eines der vielen Elektrowägelchen, die hier auf einem 18 Kilometer langen Straßennetz durch den Regenwald surren.

Hainans Hauptattraktion ist das Ende der Welt, ein von großen runden Felsbrocken geprägter Strand an der Südküste. Der Name rührt daher, dass an diesen Ort schon vor rund 1000 Jahren Beamte verbannt wurden, die bei der Obrigkeit in Ungnade gefallen waren. Damals war Hainan der Außenposten des "Reichs der Mitte", wer hier lebte, war abgeschnitten vom Rest der Zivilisation.

Heute geht es am Ende der Welt dagegen hoch her: Chinesische Touristen fallen in Heerscharen ein, kaufen Souvenirs und Wassereis, bestaunen den Strand und die Wellen, die Felsen und die wenigen westlichen Touristen, die sich hierher verirren. Und am Ende wird für das obligatorische Erinnerungsfoto posiert - im Hawaiihemd natürlich.


Thomas Gross, dpa

(Quelle: http://www.spiegel.de )


Montag, 30. August 2010

Carl Zeiss im Reich der Mitte

Shanghai ist eine ständig wachsende Metropole, die immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt. Carl Zeiss in China hat sich bezüglich der Mitarbeiterzahl und des Umsatzes in den letzten drei Jahren verdoppelt und ist somit der Bereich im Konzern, der am schnellsten wächst. Carl Zeiss in Shanghai liegt 25 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums in der Freihandelszone Wei Gao Qiao. Insgesamt verkaufen rund 400 Mitarbeiter Produkte und Services auf dem chinesischen Festland und auf dem Hongkong-Markt. Die Mitarbeiter von Carl Zeiss in Shanghai vertreten die drei Unternehmensbereiche Mikroskopie, Medizintechnik, Industrielle Messtechnik und den Geschäftsbereich Nano Technology Systems. Die Geschichte der Firma in China geht bis 1975 zurück, als die erste Niederlassung in Hongkong eröffnet wurde. Seit 1991 sind stetig weitere Standorte auf dem Festland dazugekommen, die alle schnell wachsen. Vertriebsbüros gibt es in Hongkong,Peking, Guangzhou, Shanghai und Suzhou. Darüber hinaus sind in Shanghai und Suzhou auch Produktionsstätten angesiedelt.
 
Shanghai – Stadt der tausend Gesichter
 
Der Name Shanghai bedeutet „Über dem Meer" (Shang = über, Hai = Meer). Shanghai liegt an der Ostküste Chinas und ist die bedeutendste Industrie- und Finanzstadt des Festlandes. Die sich ständig verändernde „Stadt der tausend Gesichter" hat heute mehr als 18 Millionen Einwohner. Von der typisch chinesischen Altstadt nur wenige Hundert Meter entfernt, erstreckt sich das das moderne, futuristische Shanghai mit dem neuen Finanzzentrum.
 
Im nächsten Jahr ist Shanghai Gastgeber für die Weltausstellung Expo und die Vorbereitungen sind überall in der Stadt sichtbar: Wolkenkratzer werden aus dem Boden gestampft, Brücken und Tunnel entstehen binnen weniger Monate. Man kann die Veränderungen hautnah miterleben. Die Geschwindigkeit in dieser Stadt der Superlative ist atemberaubend – und das nicht nur, weil der Transrapid die 31 Kilometer zum Flughafen in nur sieben Minuten und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 430 km/h fährt. Auch im Straßenverkehr In den Straßen rund um den Yu-Yuan-Garten Chinesische Pagode im Yu-Yuan-Garten Shanghai geht es zügig voran – Taxis und die geräuschlosen Motorroller sind die natürlichen Feinde eines jeden Fußgängers. Um dem Trubel zu entfliehen, gibt es allerdings jede Menge Möglichkeiten: Kleine Cafés, Antikläden, Parkanlagen und viele sehenswerte Museen der Stadt bieten ein gutes Kontrastprogramm zur Schnelllebigkeit Shanghais.
 
Quelle: CZiB international 03/2009

Sonntag, 29. August 2010

Wer Lust hat anzurufen...

Unsere Telefonnummer in China

+86 15801930449

Freuen uns über jeden Anruf!!!

Vom Festnetz ca. 2 Cent die Minute :-)

Liebe Grüße Lena-Alice & André

Zwei coole Bilder aus unserem Zimmer

Das ist der Blick aus unserer Unterkunft Richtung Skyline von Pudong:




In dem unteren Teil des Bildes hat vor zwei Tagen der Blitz eingeschlagen... Wir haben es live im Flur des 11. Stocks verfolgen können:



Mittwoch, 25. August 2010

Monster-Stau in China

Harmlos gegenueber Goettingens A7:

Dauer-Staus gehören im Großraum Peking zum Alltag. Doch dieser Monster-Stau schlägt hier alles! Seit nunmehr zehn Tagen geht auf einem 100 Kilometer langen Teilstück des Peking-Tibet Express Highway von Jining nach Richtung Peking nichts mehr. Nur noch im Schneckentempo kommen die Fahrzeuge vorwärts. Grund sind diverse Baustellen auf der Strecke, eine starke Zunahme des Lkw-Verkehrs sowie zahlreichen Pannen und Unfälle. Seit dem 14. August ist der Verkehr auf dieser Strecke faktisch zum Erliegen gekommen.
Irre: Selbst die offiziellen Stellen rechnen damit, dass sich der Stau erst dann auflösen wird, wenn die Bauarbeiten Mitte September abgeschlossen sein werden. Bis dahin ist der lukrative Nebenverdienst der Anwohner gesichert. Sie verkaufen Essen und Trinken zu Wucherpreisen an die wartenden Fahrer.

Den Rekord für den längsten Stau am Stück haben die Chinesen mit diesem Monster-Stau aber nicht gebrochen. Den halten weiter die Franzosen. Am 16. Februar 1980 brach der Verkehr von Lyon nach Paris auf einer Strecke von 176 Kilometern komplett zusammengebrochen. Neben einem massiven Rückreiseverkehr hatte auch das schlechte Wetter zu diesem Verkehrschaos geführt.

Bilder Vergleich Schanghai im Wandel: Shanghai 1990 vs. 2010 (Pudong)

Schanghai wächst wie viele andere chinesische Metropolen mit einem atemberaubenden Tempo, das man sich in Europa nur schwer vorstellen kann. Ein Musterbeispiel für die Entwicklungsgeschwindigkeit ist die Halbinsel Pudong, die sich innerhalb von 20 Jahren zum Hochhauszentrum von Schanghai entwickelt hat, wie man den folgenden Bildern von 1990 und 2010 entnehmen kann.

Auf den Bildern des SkyscraperCity.com Forums stammt das obere Bild von Pudong im Jahre 1990.


Das zweite Bild zeigt die aktuelle Skyline von Pudong!!!

Bild der Woche

Wohnen in Shanghai

Dienstag, 24. August 2010

Wochenendbericht...Ein Abend im Himmel ;)

Diesmal wollen wir Euch nicht zu lange warten lassen mit unserem Wochenendbericht! :)

Fuer den Freitag Abend hatten wir etwas ganz besonders geplant. Zunaechst einmal ging es nach der Arbeit mit den anderen Praktikanten zum Essen in unser altbekanntes Restaurant "1.Stock". Dort haben wir uns Auberginen, gebratene Nudeln, Fleisch-Gemuese-Gerichte in allen Varianten bestellt. Zu unserem Glueck haben wir auch eine Entenvariante gefunden, bei der man tatsaechlich mal das Fleisch serviert bekommt und nicht immer nur die Knochen oder die Haut!! Sehr lecker!! :)


Spaeter sind wir dann alleine weitergezogen und mit dem Taxi Richtung Pudong gefahren. Heute Abend wollten wir uns endlich mal in die Luefte begeben und den World Financial Tower (Flaschenoeffner) erklimmen. Noch mal kurz zur Info:

Das Shanghai World Financial Center ist ein 492 m hoher Wolkenkratzer (101 Stockwerke!!) in Shanghai und damit das höchste Gebäude der Stadt sowie das zurzeit höchste der Volksrepublik China. Nach dem Burdsch Chalifa und dem Taipei 101 ist das World Financial Center das dritthöchste Gebäude der Welt.

Im Gebauede angekommen ging es zunaechst einmal durch einen Sicherheitscheck und die Taschen wurden durchleuchtet. Danach stand uns der Himmelsfahrt nicht mehr im Wege, ausser vielleicht, dass es uns etwas mulmig zumute war. Mit dem ersten Aufzug ging es hoch in der 87. Stock!! Die Fahrt dauerte keine 60 Sekunden!!! Nur zum Vergleich, der Hotelmanager ist einmal zu Fuss gegangen - allerdings Treppen runter - und hat dafuer knapp 2 Stunden gebraucht!!!

Dann ging es weiter in einem zweiten Aufzug in den 92. Stock, wo sich die 100 Century Avenue Bar befand. Es war schon aufregend zu wissen wie hoch man sich gerade befindet. Die Ausicht muss man ehrlicherweise sagen war nicht sooo spektakulaer! Natuerlich konnte man weit schauen und vorallem tief unter einem war alles erleuchtet. Doch durch die Konstruktion des Flaschenoeffners lag die Bar sehr weit drinnen und man hatte keine direkte Fensteraussicht. Die Bar war sehr schoen und exklusiv eingerichtet und auch die Preise waren in die Hoehe geschossen ;) So bestellte ich einen Cocktail fuer 90 RMB (ca. 10 Euro) und erhielt ein kleines Cosmopolitan Glas ;)

Auch wenn man ueber das stille Oertchen eigentlich nicht spricht, aber diesmal ist es wirklich erwaehnenswert ;) Sensoren öffnen beim Eintreten den Toilettendeckel wie von Geisterhand, und die Spülung muss man nach Geschäftsabschluss auch nicht selbst betätigen, weil sie vollautomatisch ist. Weiterer Pluspunkt: Die Klobrille ist beheizt. Des Weiteren gab es 3 verschiedene Wasserstrahle, die in unterschiedlichen Stufen eingestellt werden konnten sowie einen Foen zum trocknen!! Fuer die weniger experimentierfreudigen war aber auch das altbewaehrte Klopapier vorhanden. :D *hahaha*

Schliesslich haben wir uns ueberlegt, wenn wir gerade schon einmal dabei sind, koennten wir eigentlich auch direkt das zweithoechste Gebaeude von Shanghai besichtigen, den Jin Mao Tower! ;) Jetzt war man ja einmal an die Hoehe gewoehnt!!

Der Jin Mao Tower war mit einer Höhe von 420,5 Metern bei 88 Etagen das höchste in China. Erst im Jahr 2008 musste dieser Titel an das in unmittelbar in seiner Nachbarschaft befindliche Shanghai World Financial Center mit 492 Metern und 101 Etagen abgegeben werden. Heute ist das Gebäude noch das vierthöchste Chinas und nimmt in der Weltrangliste Rang 10 ein.

Um in die Cloud 9 Bar im 87. Stock zu gelangen sind wir mit 3 Aufzuegen gefahren, um am Ziel anzukommen. Aber diesmal hatte es sich wirklich gelohnt. Wir haben einen Tisch direkt am Fenster erhalten und hatten eine wunderbare Aussicht auf Pudong!!

Als naechstes haben wir uns vorgenommen noch mal tagsueber in den Flaschenoeffner zu gehen und die Sicht von der Aussichtsplattform im 100. Stock zu geniessen. Wir sind definitiv gespannt, denn der Boden soll komplett verglast sein, so dass man ein noch besseres Gefuehl fuer die Hoehe hat! ;) Wir werden sehen, ob wir uns darueber trauen!! :D


Shanghai Center – Shanghais neuer hoechster Wolkenkratzer

Der Shanghai Tower ist ein im Bau befindlicher Wolkenkratzer im Bezirk Pudong in Shanghai. Das Gebäude, das nach Vollendung 632 Meter hoch sein wird, wird 128 Etagen und eine Fläche von 380.000 m² umfassen. Es wird das höchste Gebäude Chinas und voraussichtlich das zweithöchste der Erde, nach dem noch deutlich höheren Burdsch Chalifa in Dubai (828 Meter).
Planungen für den Finanzbezirk Lujiazui reichen zurück bis 1993. Sie zeigten 3 hohe Wolkenkratzer, die nahe beieinander stehen. Zwei der Gebäude sind bereits fertiggestellt: der Jin-Mao-Tower wurde 1998 vollendet und das Shanghai World Financial Center im Jahre 2008. Vollendet werden soll das Bauwerk im Jahre 2014. Es fuellt den letzten freien Platz im Shanghaier Finanzviertel Lujiazui und wird der hoechste Wolkenkratzer in ganz China werden.



Nachdem zahlreiche Entwürfe von vielen Architekturbüros eingereicht wurden, haben zwei Entwurfsvorschläge das Finale im Frühjahr 2008 erreicht. Beide Projekte sahen einen 580 Meter hohen Turm vor. Das Projekt des Architekturbüros Gensler wurde schließlich im Juni zum Sieger bestimmt. Das von einem Glasvorhang umfasste Gebäude soll als in sich verdrehter Turm entstehen.

Der Turm wird innen aus neun zylindrischen, aufeinandergestapelten Segmenten bestehen, die von einer Glasfassade eingefasst werden. Die äußere Fassade verdreht sich nach oben. Dazwischen sollen Hallengärten in verschiedenen Höhen als öffentliche Plätze für die Einwohner Shanghais entstehen. Am Fuß des Turms werden weitere Erholungsmöglichkeiten und Veranstaltungsräume eingerichtet. Zuoberst wird die größte offene Aussichtsplattform der Welt gebaut.

Marschall Strabala, Mitarbeiter von Gensler erzählte E-Architekt.co.uk in einem Interview, dass der Shanghai Tower „Chinas dynamische Zukunft vertreten wird": „Es wird ein eindrückliches Gebäude werden, mit dem China sowohl auf die Zukunft dieser geschäftigen und sich immer verändernden Metropole als auch auf die Zukunft des dynamischen chinesischen Geistes schauen wird. Es wird keinen anderen so einzigartigen und ausgereiften Turm auf der Welt geben."

Gemäß dem Entwurf soll die Fassade so konstruiert sein, dass sie die Windbelastung des inneren Rings um 24% reduzieren kann, wodurch viel Baumaterial gespart werden kann. Die Verdrehung soll zudem dazu verwendet werden, Regenwasser für die Klimaanlage und die Heizung zu sammeln. Windturbinen sollen zudem Energie für das Gebäude liefern. Es ist das erste Gebäude dieser Größenordnung, das durch die Doppelbewandung quasi wie eine Thermoskanne aufgebaut ist und dadurch Energie sparen soll.

Die Eigentümer des zukünftigen Shanghai Turms hoffen, vom „China Green Building Committee" und vom U.S. Green Building Council für die Nachhaltigkeit ausgezeichnet zu werden.

2008 wurde der Bauplatz vorbereitet. Am 29. November 2008 wurde der Grundstein gelegt. Der Turm hat eine Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden. Auch während des Baues sollen nachhaltige Technologien eingesetzt werden. Im April wurde der erste feste Baukran installiert.

Das Gebäude sollte ursprünglich zur Expo 2010 fertig werden. Zur Zeit wird aber davon ausgegangen, dass es erst 2014 fertig werden wird.

Die höchsten Gebäude von morgen:

Der Wettkampf um das höchste Gebäude der Welt war neu entbrannt. Nur einige Stunden nach der Pressemeldung, dass Daniel Libeskind das neue 541 Meter hohe World Trade Center Freedom Tower bauen wird, verkündete das australische Bauunternehmen Grocon den Auftrag für ein noch höheres Gebäude in Dubai erhalten zu haben. Nach einigen Jahren der Ruhe und dem Ende der asiatischen Finanzkrise begann der Wettlauf, der erstmals in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts aufbrannte, erneut. Mit der Eröffnung des Burj Khalifa (Burj Dubai) im Januar 2010 und der Weltwirtschaftskrise findet das Rennen vorläufig ein Ende. Weltweit ist offen welches Projekt noch beendet wird und was schließlich in den Schubladen der Planer verschwinden wird. Die Arbeiten am Nakeel Harbour and Tower wurden eingestellt. Er sollte in Sichtweite des Burj Khalifa eine Höhe von über einem Kilometer erreichen.


Die nächsten Himmelsstürmer (im Bau):

632 m Shanghai Tower, Shanghai, China (2014)

597 m China 117 Tower, Tianjin, China (2014)

595 m Abraj Al Bait Towers, Mekka, Saudi Arabia (2011)

541 m Freedom Tower, New York

516 m Pentominium, Dubai, United Arab Emirates (2014)

510 m Busan Lotte Tower, Busan, South Korea (2015)

484 m International Commerce Centre, Hong Kong, China (2010)

450 m Nanjing Greenland Financial Centre, Nanjing, China (2010)

440 m International Finance Centre, Guangzhou, China (2010)

439 m Kingkey Finance Centre Plaza, Shenzhen, China (2011)

437 m Dubai Towers Doha, Doha, Qatar (2011)

414 m Princess Tower, Dubai, United Arab Emirates (2011)

412 m Marina 101, Dubai, United Arab Emirates (2012)

412 m Al Hamra Tower, Kuwait City, Kuwait (2010)

395 m 23 Marina, Dubai, United Arab Emirates (2011)

388 m Forum 66, Shenyang, China (2013)


Montag, 23. August 2010

1. Liga Football in China

Shanghai Shenhua - Tianjin Teda

China Super League, 2010, 19. Spieltag

Am vergangenen Mittwoch haben wir uns nach der Arbeit auf gemacht, um ein Fußballspiel der ersten chinesischen Liga anzuschauen.
Der Lokalmatador Shanghai Shenhua empfing die Gäste aus Tianjin. Das Spiel hat im Hongkou Stadium von Shanghai statt gefunden. In dem 35.000 Zuschauer fassenden Stadion sind die deutschen Frauen bei der WM 2007 mit einem 2:0 Finalsieg gegen Brasilien Weltmeister(innen) geworden.
Die spannenden Dinge sind schnell erzählt, wir waren ca. 35 Minuten vor Anpfiff auf unseren Plätzen. Guter Mittelrang im oberen Block. Unkostenbeitrag pro Karte 50 RBM (ca.6 EUR). Da kann man nicht meckern. Auf unseren Plätzen angekommen (eingedeckt mit Dosenbier) haben wir uns zunächst einmal einen Eindruck vom Stadium gemacht. Dieses war zu unserer Überraschung auch gut gefüllt. Wir tippten auf ca. 8.000 Zuschauer. Eine offizielle Zahl konnte ich bis heute nicht finden... Shenhua enstand aus 2 verschiedenen Vereinen in Shanghai. Das hat zur Folge, dass es auch 2 Fanlager gibt, die einen stehen hinter dem rechten Tor und die anderen hinter dem linken Tor. Schon sehr verwunderlich. Sie jubeln sich zwar zu aber jubeln nicht wirklich miteinander...
Nun zum Spiel. Bei tropischen Temperaturen wurde uns auch nur lauer Sommerfussball geboten. Die Mannschaften waren mit jeweils 2-3 Suedamerikanern bestückt, die für ein bisschen Glanz sorgten. Bereits nach 7 Minuten markierte Feng Renliang den Endstand. Danach bekam Tianjin mehr und mehr Spielanteile und erarbeiteten sich gute Einschussmoeglichkeiten. Die allerdings alle kläglich vergeben wurden... In der 2. Halbzeit war die Luft dann endgültig aus dem Spiel. Die einen konnten nicht und die anderen wollten nicht. So hatte Shanghai noch die ein oder andere Konterchance, die allesamt vergeben wurden. Im Grossen und Ganzen war es unterhaltsam, auch wenn das Niveau nur 2. bis 3. Bundesliga hatte.
Das Highlight des Spiels fand eigentlich nach dem Abpfiff statt, als wir alle nochmal Bier wegbringen waren. Da die Maenner naturgemaess etwas schneller sind und die Frauen etwas langsamer sind, haben wir vorm Damen-WC gewartet. Da kam die Putzfrau raus, macht das Licht aus und schließt ab. Das kam mir schon komisch vor. Mit einem flinken wortgewandten Händen habe ich sie gefragt, ob noch jemand drinnen sei. Das wurde verneint und es wurde auf eine weiter Toilette gedeutet. Naja, so recht habe ich dem Braten nicht getraut. Als die Wachmänner gerade durch das Treppenhaus nach unten gehen wollten, habe ich dann auch tatsächlich ein Klopfen und Bollern an der Tür einvernaemlich mit einem "Schatz!!!!!????" vernommen. Hatte mir schon so was gedacht. Die Sicherheitspolizisten waren jedoch noch in Nähe und haben sogleich der Putzfrau, die gerade das Herrenklo zuschloss unser Anliegen (in Form der Rettungsmission) zugerufen!!! Die sofort lachend (natürlich) die Tür aufschloss.
Naja, gut gegangen :)
**Hahaha**


Sonntag, 22. August 2010

Alles Gute zum Geburtstag, liebe Jill, lieber Bernd!!!

Liebe Jill,

lieber Bernd, 

auch aus dem fernen Shanghai denken wir natuerlich an unser drittes und viertes Augustgeburtstagskind ;)
 
Happy birthday to you
Happy birthday to you
Happy birthday

Happy birthday to you
Happy birthday to you
Happy birthday
 
Wir wuenschen EUCH viel Glueck, Gesundheit und Erfolg. Trinkt ein paar Cocktails fuer uns mit.
Vielleicht finden wir hier in einer der Skybars einen guenstigen Cosmopolitan, den wir auf euch trinken koennen!
Lassen dann einfach anschreiben... Wie gehabt *lol*
 
Viele liebe Gruesse,
 
Lena-Alice & Andre

Freitag, 20. August 2010

Entschuldigung!!! Ein Bericht zu Teppanyaki (鉄板焼き)

Zunächst einmal möchten wir uns bei euch entschuldigen, dass dieser Blogeintrag erst jetzt geschrieben und veroeffentlicht wird.
Aber auf Grund von zeitlichen Engpässen war es uns nicht möglich diesen Blogeintrag frueher zu schreiben.
 
"Diese Art zu Speisen ist in Asien sehr beliebt. Auf einem sog. „Teppan", einer großen Stahlplatte, welche als Grill dient, bereitet ein Koch alle Speisen vor den Augen der Gäste zu. Dies macht er in einer sehr unterhaltsamen, artistischen Art, in dem er mit seinen Messern jongliert, die Zutaten in atemberaubender Geschwindigkeit schneidet, dreht, wendet, würzt. Ein guter Teppanyaki-Koch ist Entertainer und Koch in einem. Zubereitet werden japanische Speisen."
 
Am Freitag haben wir entschlossen uns einmal richtig kulinarisch verwöhnen zu lassen. Dazu ging es zum Japaner. Eigentlich ist es lustiger, wenn man es in einer grossen Gruppe macht, aber wir wollten auch mal alleine losziehen und beweisen, dass wir auch teilweise selbstständig uns ernähren können ;)
In Shanghai gibt es eine Restaurantkette "Tairyo", die Teppanyaki anbieten und zwar zu folgendenen Preis: 150 RMB (~ 17,19 EUR). Das ist schon ein geiler Preis zumal es sich dabei um ALL YOU CAN EAT  und ALL YOU CAN DRINK. Und das ist genau unser Metier!!! Da sitzen wir am Ende der Nahrungskette, um auch mal Atze Schroeder in unseren Blog einzubeziehen ;)
Das Restaurant hat sich im 9. Stock eines Einkaufscenters befunden und kaum oben angekommen, wurde uns schon der Beweis geliefert, dass Essen muss gut sein. Denn vor dem Restaurant standen bereits ca. 20 Chinesen, die auf einen Tisch warteten. Wir haben uns brav eingereiht und dem Personal unseren Wunsch übermittelt 2 Plätze am Teppanyaki-Grill zu bekommen. Nach nur 8-10 Minuten warten wurden wir etwas auf chinesisch gefragt, da der Chinese meist positive Fragen stellt, haben wir einfach genickt!!! Goldrichtige Entscheidung. Keine Ahnung, was gefragt wurde, jedenfalls ging es nun los. Später hat sich heraus gestellt, ob wir damit einverstanden wären, wenn wir uns zu einer chinesischen Gruppe in einen Extraraum setzen möchten (die waren zu 6st plus uns beide = 8 Plätze).
Noch ahnten wir nichts vom dem Ausmaß des Gelages, welches uns später noch erwarten sollte...
Auf ging es!!! Die Karte war zum Glück nach unserem Geschmack. Wir haben sie nicht gegessen oder probiert, aber sie war auf englisch übersetzt und mit vielen tollen Bildchen versehen (das Gute daran war, dass die Bildchen mit der späteren Realität übereinstimmten).
Vielleicht ein kleines Brainstorming was auf der Karte alles zu finden war: Sushi, Beef Sashemi (rohes Fleisch, dünn geschnitten wie Carpaccio), Verschiedene Sorten Fleisch, Garnelen in sämtlichen Formen, Haehnchenfluegel, Grüner-Tee-Eis, Bananen, Gaensestoffleber, Salate, Fisch Sashemi, Obstsalat, Bier, Sake, Rinderfilet mit Garlic und Onions, Muscheln, Austern, Lammfilet und Lammkotelett, Thunfisch, Seebarsch, diverse Suppen, Ribeye-Steak, Pfannkuchen, Pflaumenwein, Fruchtsaefte, Spargel in Beef und Bacon gerollt, Pilze in Bacon, Frühlingszwiebeln in Bacon, Aal, Jacobsmuscheln, Gebratene Nudeln, Reis...
Wir ihr seht also alles was das Herz begehrt. Und alles vor unseren Augen zu bereitet!!! Unserer ersten Bestellung folgte die zweite, die dritte, die vierte... Wir individualisierten uns fortan, so gab es fuer mich den ein oder anderen Flügel und für Lena-Alice das Beef-Sashemi. Auch wenn einmal das ein oder andere bestellte nicht bei uns ankam, wurde es einfach erneut bestellt. Dazu gab es fleissig Bier.
Natürlich beobachteten wir unsere Tischnachbarn bei ihrem Diner. Sie begannen mit Bier und Sake!!! Die Folgen waren schon nach gut 20 Minuten sichtbar. Die Schweissausbrueche, rote Koepfe und lautstarkes Gestikulieren waren die Folge.
Den Nach gut einer Stunde war die Gesellschaft (Vielleicht um die 25 bis 30 Jahre alt) dann tatsächlich blau!!! Staebchen wurden vom Tisch geschmissen und die Hemmschwelle zu uns Fremden schwand. Ab nun wurde uns zu geprostet!!! Nicht nur das, sondern auch ein gemeinsames exen des Bierglases war erwünscht!!! Als Lena-Alice ihre 0,3 l Glas dann auch in einem Zug getrunken hatte, ist den Kollegen bald das Essen aus dem Gesicht gefallen :) Ein Bild für die Götter. Jedenfalls gaben wir alles. Ab und zu noch mal eine Bestellung Fleisch und frisches Bier. Eigentlich sollte das Restaurant um 22 Uhr schließen, aber unsere Kollegen haben weiter und weiter bestellt... Nachdem der Koch schon leicht sauer wurde, haben wir uns um 22:45 Uhr auf dem Heimweg gemacht. Ich habe mich nur noch längs hinten ins Taxi gelegt und Lena-Alice hat sprachgewandt uns zu "Yulan Lu - Duchan Lu" gelotst!!!
 
Am Sonntag waren wir übrigens wieder beim Teppanyaki, allerdings diesmal in einem anderen Restaurant der Kette. Dieses Mal mit unseren Bekannten und ein paar Freunden. Es war wieder ausgesprochen gut und reichhaltig!!!

Donnerstag, 19. August 2010

Konfuzius sagt...

...auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Mittwoch, 18. August 2010

Kulturschock in China - Teil V

Leg den Dünndarm nicht in den Bauch zurück!

5. Teil: Hilfsbereitschaft - wenn Ärger in Scham umschlägt

Ich stehe am Straßenrand und sehe skeptisch auf die grauen Regenwolken über mir. Schnell winke ich das nächste Taxi heran, denn hat es erst angefangen zu schütten, ist es in Peking fast unmöglich, noch ein Taxi zu bekommen.

Wir leben erst seit kurzem in der Stadt, entsprechend unbeholfen ist mein Chinesisch noch. Irgendwie mache ich dem Fahrer klar, dass ich nach Hause möchte. Wir wohnen in einer Wohnanlange am Rande der Stadt, die Yosemite heißt. Allerdings nur auf Englisch, und das versteht der Fahrer nicht. Darum habe ich den chinesischen Namen auswendig gelernt: "You Shan Mei Dì".

Ich versuche konzentriert, die Tonhöhen richtig zu treffen. Betont man ein Wort nämlich nur marginal anders, so hat es im phonetisch präzisen Mandarin oft eine völlig andere Bedeutung. Ich scheine aber einigermaßen richtig betont zu haben, denn der Fahrer nickt und fährt los.

Wer versteht hier wen nicht?

Plötzlich hält er bei einem Kiosk und schmettert mir ein rau klingendes "Yusan" entgegen. Ich gehe davon aus, ihn durch den starken Regen schlecht verstanden zu haben, und wiederhole freundlich mein "You Shan Mei Dì". Er winkt ab, sagt ganz bestimmt "Yusan!" und zeigt auf die Hütten am Straßenrand. Ich weiß nicht, was er meint, versuche ihm aber klar zu machen, dass ich hier nicht wohne. Ich will nicht zu seinem Yusan, was auch immer das heißt, sondern nach Yu Shn Mi Dì.

Schließlich murmelt er noch zwei-, dreimal sein Yusan und fährt weiter - um nach fünf Minuten erneut anzuhalten. Und wieder: "Yusan", "Yusan". Wenn er doch endlich begreifen würde, dass ich einfach nur nach Hause will... Vielleicht versteht er mich besser, wenn ich meine Stimme anhebe: "YOU SHAN MEI DÌ". Doch er scheint von meiner Begriffsstutzigkeit genauso genervt wie ich von seiner.

"Yusan, for you!"

Und dann steigt der Taxiahrer einfach aus und rennt davon! Am Straßenrand irgendwo außerhalb von Peking starre ich stoisch auf den Wasserfall an der Windschutzscheibe. Was zum Teufel macht er da draußen? Ich erschrecke, als die Tür aufgeht und der Mann wieder Platz nimmt . Das schwarze Haar hängt ihm in nassen Strähnen ins Gesicht. Irgendwas hält er in der Hand. Eine nasse Tüte mit länglichem Inhalt, also hat er etwas gekauft. Was auch immer, ich will einfach nur heim. Ich bin genervt.

Doch dann dreht er sich zu mir um. Mit einem riesigen Strahlen im Gesicht greift er in die Tüte, reicht mir einen Schirm und sagt in einfachstem Englisch: "Yusan, for you!". Und fährt mich auf direktem Wege nach Hause. Keine zehn Minuten später bin ich in Yosemite, um einen Schirm und eine wundervolle Erfahrung reicher. Allerdings noch immer sprachlos und beschämt.

Als ich meiner chinesischen Freundin Chen Luyao die Geschichte erzählte, schwärmte sie von der Hilfsbereitschaft der Chinesen gegenüber Westlern. Da die meisten Ausländer kein Chinesisch sprechen, vergleichen die Chinesen sie oft mit hilfsbedürftigen Kindern. Auch der Taxifahrer hat gemerkt, dass ich als "einsame, hilflose" Frau die Sprache nicht besonders gut spreche. Also ging er davon aus, dass ich zwar einen Schirm haben wollte, aber nicht wusste, wie ich einen bekommen kann. An diesem Tag ist er bestimmt nach Hause gegangen und hat voller Stolz erzählt, wie er einer armen Westlerin aus der Patsche geholfen hat.

Dienstag, 17. August 2010

Teppanyaki im Detail

Eine Kunst - Teil 2

Teppanyaki!!!

Eine Kunst!!!

Ein Tag in Suzhou...

"Ich glaub, ich steh im Wald ;)"

"Himmelsstürmer"



Letzte Woche konnten wir uns einen Tag Auszeit nehmen von dem alltaeglichen Arbeitsstress des Praktikanten-Daseins. ;) Zusammen mit einem weiteren Praktikanten der Accounting Abteilung sind wir mit Andrea (Leitung Accounting) nach Suzhou gefahren, wo sich noch eine weitere Carl Zeiss Niederlassung befindet. Wir mussten zwar weitaus frueher aufstehen, als normal ueblich, aber immerhin mit der Aussicht auf einen durchaus ruhigen und unterhaltsamen „Arbeits“Tag!

Matze & André


Nach einiger Zeit des Bahn- und Taxifahrens kamen wir gegen 10 Uhr bei CZ an. Wir wurden dann eine gute Stunde durch die Firma gefuehrt und uns wurde alles genaustens gezeigt und erklaert. Es war schon ein beeindruckendes Erlebnis...fuer die BWLer unter euch: Hier wurde 5S tatsaechlich gelebt und es hat auch funktioniert!!! Wahnsinn!! Fuer die Nicht-BWLer: Die Produktion war sauber, ordentlich und strukturiert aufgeraeumt! :D


Nach dieser Besichtigung war der Arbeitstag fuer uns beendet! ;) Ausgestattet mit einem eigenen Chauffeur (das Auto hatte sogar abgedunkelte Scheiben) ging es los zur Stadtbesichtigung. Man kann schon sagen, dass diese Art der Fortbewegung durchaus angenehm war ;) vorallem bei den knappen 50 GRAD, die wir an dem Tag hatten!!

Als erstes sind wir sozusagen in die Altstadt Suzhous gefahren und sind dort ein wenig umhergelaufen bzw. eher gekrochen, da es so unertraeglich heiss war, dass wir vom einen Schattenplatz zum Naechsten geschlichen sind! Leider hatten fast alle kleinen Geschaefte zu, sodass wir uns die Auslagen nur am Schaufenster angucken konnten. Zur Abkuehlung sind wir dann in ein KFC Restaurant gegangen, wo wir uns zunaechst einmal gestaerkt haben. Puenktlich zur verabredeten Zeit stand auch unser Fahrer wieder an Ort und Stelle! Weiter gings zu einer Pagode, die wir besichtigen wollten. Kurze Bildung: „Eine Pagode (chin. 塔, tǎ) ist ein markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen einzelne Geschosse meist durch vorragende Gesimse oder Dachvorsprünge voneinander getrennt sind. Gebäude dieser Art sind in Vietnam, China, Japan und Korea zu finden“ Diese Pagode war ungefaehr acht Stockwerke hoch, aber wir haben uns nur bis zum dritten Stockwerk hochgekaempft... Erstens war zu heiss, zweitens war uns etwas mulmig und drittens haette sich die Aussicht auch nicht mehr viel aendern koennen, da keine Skyline vorhanden war. ;) Die Gaerten von Suzhou konnten wir uns leider nicht mehr anschauen. Wir sind viel umhergefahren, aber hatten dafuer an den einzelnen Stellen nicht allzuviel Zeit und dafuer war uns das Eintrittsgeld zu teuer!

Alles in allem war es ein sehr schoener Tag in Suzhou und auf jeden Fall besser, als den ganzen Tag im Buero zu verbringen ;) Ausserdem war es ein bisschen wie in einem James Bond Film mit unserem Fahrer. Es war schon komisch manchmal, dass uns dass Auto, sofern es moeglich war , leise gefolgt ist. Einmal haben wir den Fahrer angerufen und er meinte nur wir sollten uns mal umdrehen, er wuerde hinter uns stehen. Stand er dann auch ca. 2 m von uns entfernt mitten auf den Buergersteig! :D


Zurueck in Shanghai waren wir noch zusammen essen mit wunderschoenen Blick auf den Bund!! Ein gelungener Tag also!!!