Skyline of Pudong

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Blick aus unserem Zimmer

Freitag, 20. August 2010

Entschuldigung!!! Ein Bericht zu Teppanyaki (鉄板焼き)

Zunächst einmal möchten wir uns bei euch entschuldigen, dass dieser Blogeintrag erst jetzt geschrieben und veroeffentlicht wird.
Aber auf Grund von zeitlichen Engpässen war es uns nicht möglich diesen Blogeintrag frueher zu schreiben.
 
"Diese Art zu Speisen ist in Asien sehr beliebt. Auf einem sog. „Teppan", einer großen Stahlplatte, welche als Grill dient, bereitet ein Koch alle Speisen vor den Augen der Gäste zu. Dies macht er in einer sehr unterhaltsamen, artistischen Art, in dem er mit seinen Messern jongliert, die Zutaten in atemberaubender Geschwindigkeit schneidet, dreht, wendet, würzt. Ein guter Teppanyaki-Koch ist Entertainer und Koch in einem. Zubereitet werden japanische Speisen."
 
Am Freitag haben wir entschlossen uns einmal richtig kulinarisch verwöhnen zu lassen. Dazu ging es zum Japaner. Eigentlich ist es lustiger, wenn man es in einer grossen Gruppe macht, aber wir wollten auch mal alleine losziehen und beweisen, dass wir auch teilweise selbstständig uns ernähren können ;)
In Shanghai gibt es eine Restaurantkette "Tairyo", die Teppanyaki anbieten und zwar zu folgendenen Preis: 150 RMB (~ 17,19 EUR). Das ist schon ein geiler Preis zumal es sich dabei um ALL YOU CAN EAT  und ALL YOU CAN DRINK. Und das ist genau unser Metier!!! Da sitzen wir am Ende der Nahrungskette, um auch mal Atze Schroeder in unseren Blog einzubeziehen ;)
Das Restaurant hat sich im 9. Stock eines Einkaufscenters befunden und kaum oben angekommen, wurde uns schon der Beweis geliefert, dass Essen muss gut sein. Denn vor dem Restaurant standen bereits ca. 20 Chinesen, die auf einen Tisch warteten. Wir haben uns brav eingereiht und dem Personal unseren Wunsch übermittelt 2 Plätze am Teppanyaki-Grill zu bekommen. Nach nur 8-10 Minuten warten wurden wir etwas auf chinesisch gefragt, da der Chinese meist positive Fragen stellt, haben wir einfach genickt!!! Goldrichtige Entscheidung. Keine Ahnung, was gefragt wurde, jedenfalls ging es nun los. Später hat sich heraus gestellt, ob wir damit einverstanden wären, wenn wir uns zu einer chinesischen Gruppe in einen Extraraum setzen möchten (die waren zu 6st plus uns beide = 8 Plätze).
Noch ahnten wir nichts vom dem Ausmaß des Gelages, welches uns später noch erwarten sollte...
Auf ging es!!! Die Karte war zum Glück nach unserem Geschmack. Wir haben sie nicht gegessen oder probiert, aber sie war auf englisch übersetzt und mit vielen tollen Bildchen versehen (das Gute daran war, dass die Bildchen mit der späteren Realität übereinstimmten).
Vielleicht ein kleines Brainstorming was auf der Karte alles zu finden war: Sushi, Beef Sashemi (rohes Fleisch, dünn geschnitten wie Carpaccio), Verschiedene Sorten Fleisch, Garnelen in sämtlichen Formen, Haehnchenfluegel, Grüner-Tee-Eis, Bananen, Gaensestoffleber, Salate, Fisch Sashemi, Obstsalat, Bier, Sake, Rinderfilet mit Garlic und Onions, Muscheln, Austern, Lammfilet und Lammkotelett, Thunfisch, Seebarsch, diverse Suppen, Ribeye-Steak, Pfannkuchen, Pflaumenwein, Fruchtsaefte, Spargel in Beef und Bacon gerollt, Pilze in Bacon, Frühlingszwiebeln in Bacon, Aal, Jacobsmuscheln, Gebratene Nudeln, Reis...
Wir ihr seht also alles was das Herz begehrt. Und alles vor unseren Augen zu bereitet!!! Unserer ersten Bestellung folgte die zweite, die dritte, die vierte... Wir individualisierten uns fortan, so gab es fuer mich den ein oder anderen Flügel und für Lena-Alice das Beef-Sashemi. Auch wenn einmal das ein oder andere bestellte nicht bei uns ankam, wurde es einfach erneut bestellt. Dazu gab es fleissig Bier.
Natürlich beobachteten wir unsere Tischnachbarn bei ihrem Diner. Sie begannen mit Bier und Sake!!! Die Folgen waren schon nach gut 20 Minuten sichtbar. Die Schweissausbrueche, rote Koepfe und lautstarkes Gestikulieren waren die Folge.
Den Nach gut einer Stunde war die Gesellschaft (Vielleicht um die 25 bis 30 Jahre alt) dann tatsächlich blau!!! Staebchen wurden vom Tisch geschmissen und die Hemmschwelle zu uns Fremden schwand. Ab nun wurde uns zu geprostet!!! Nicht nur das, sondern auch ein gemeinsames exen des Bierglases war erwünscht!!! Als Lena-Alice ihre 0,3 l Glas dann auch in einem Zug getrunken hatte, ist den Kollegen bald das Essen aus dem Gesicht gefallen :) Ein Bild für die Götter. Jedenfalls gaben wir alles. Ab und zu noch mal eine Bestellung Fleisch und frisches Bier. Eigentlich sollte das Restaurant um 22 Uhr schließen, aber unsere Kollegen haben weiter und weiter bestellt... Nachdem der Koch schon leicht sauer wurde, haben wir uns um 22:45 Uhr auf dem Heimweg gemacht. Ich habe mich nur noch längs hinten ins Taxi gelegt und Lena-Alice hat sprachgewandt uns zu "Yulan Lu - Duchan Lu" gelotst!!!
 
Am Sonntag waren wir übrigens wieder beim Teppanyaki, allerdings diesmal in einem anderen Restaurant der Kette. Dieses Mal mit unseren Bekannten und ein paar Freunden. Es war wieder ausgesprochen gut und reichhaltig!!!

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