Skyline of Pudong

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Blick aus unserem Zimmer

Donnerstag, 5. August 2010

Einige "Feldstudien" über chinesische Angewohnheiten

Spucken / Ruelpsen:

Das Spucken war früher wohl ganz groß in Mode.
Mittlerweile scheint sich aber rumzusprechen, dass es nicht sehr hygienisch ist und nicht den westlichen Werten entspricht.
Ich habe 3 Arten von Chinesen ausmachen können. Die erste Gruppe spuckt überhaupt nicht in der Öffentlichkeit (Sicherlich laesst diese Gruppe sich empirisch am Schwersten untersuchen).Die zweite Gruppe, sucht sich dafür wenigstens einen Gulli, Abfluss, Waschbecken, Toilette, Mülleimer. Die dritte Gruppe kennt eigentlich keine Grenzen.
Auf die Strasse, in den Flur, in den Fahrstuhl, der Kreativitaet dieser Menschen sind keine Grenzen gesetzt.
Egal welche Gruppe es auch ist, alle haben etwas gemeinsam. Wenn sie ansetzen, dann immer lautstark. Sämtlicher Schleim wird aus dem Rachenraum zusammengezogen um diesen zu reinigen. Auch im Zielspucken würde wohl kaum ein Europäer eine Chance haben. Aus einem halben Meter Entfernung wird mit Leichtigkeit ein 2 Eurostück großes Loch getroffen!!! Leider ist diese Disziplin nicht olympisch, sonst haetten die Chinesen eine weitere Goldmedaille sicher.
Grosser Sport ist auch das gute alte Ruelpsen. Bei uns in Deutschland gerade bei kleinen und heranwachsenden Kindern sehr beliebt, oder bei richtigen (!!!) Maennerabenden an denen schonmal 5 Weizenbiere in 45 Minuten geext werden oder an feinen gesitteten Abenden in Rauris vorm Kamin. Hier ist das jedoch anders. Der Franzose wuerde sagen "Pardon!!!", der Deutsche "Verzeihung. Wie unangenehm!", der Chinese hingegen freut sich, wie Andy Brehme nach dem entscheidenden Elfmetertor im Finale von '90 in Rom.
Unser persoenliches Highlight war eine Fraum, die uns auf der Flaniermeile von Shanghai (vgl. Schildergasse Koeln, Weender Str. Goettingen, A.d.Red.) entgegen gekommen ist und uns aus vollem Herzen entgegen geruelpst hat!!!
 
Fingernägel:

Einige Menschen tragen lange Fingernägel an den kleinen Fingern. Dabei handelt es sich erstaunlicherweise um ein Statussymbol!!! Meines Wissens steht ein langer Fingernagel in China dafür, dass der Träger selber nicht körperlich arbeiten muss. Bauern, Bauarbeiter, Handwerker, Fabrikarbeiter, die können keine langen Fingernägel haben. Sie würden abbrechen bei der täglichen Arbeit. Wer sich also einen solchen langen Nagel wachsen lässt, meist am kleinen Finger, ca. 2 cm (!!!) lang, zeigt, dass er etwas Besseres ist. Allerdings habe ich das bei Menschen mit für Chinesen „richtig" guten Arbeiten, insbesondere im Büro oder Verkäufern auch noch nicht gesehen. Es ist sicherlich Geschmackssache, aber eigentlich sieht es eher unheimlich aus!!!



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