Skyline of Pudong

Skyline of Pudong
Blick aus unserem Zimmer

Dienstag, 3. August 2010

Wissenswertes ueber China Teil 2

Es wird langsam Zeit fuer eine Fortsetzung, denke ich.

 

Teil 2 – Eine Reise nach Jerusalem:

 

Man mag es zwar aus der Ueberschrift nicht gleich erkennen,, aber unser heutiger Beitrag zur interkulturellen Bildung, handelt von den Erlebnissen beim Bahn fahren.

Das was bei uns (in Koeln) die KVB ist, wird hier Metro genannt und funktioniert nach demselben Prinzip. Zumindest was den Netzlinienfahrplan angeht...

 

Um das Ganze etwas anschaulicher darzustellen, nehmen wir euch mit auf eine exemplarische Metrofahrt durch die Innenstadt Shanghai's!

Gestartet von unserer Wohnung kommen wir ungefaehr nach 5 Minuten an der Metrostation „Century Park" an. Den Verkehr sind wir ja mittlerweile gewoehnt, insofern kommen wir heil, jedoch geschwitzt und leicht prustend und flachatmig (40 Grad, Luftfeuchtigkeit 65 %) dort an.

Bevor wir uns dem Kartenkauf widmen, goennen wir uns meistens noch 1 Flasche Wasser, um den Fluessigkeitshaushalt wieder auszugleichen. ;)

Die Fahrkarten koennen wir an einem Automaten kaufen, welcher sogar die Option hat in den Englisch-Modus zu wechseln. Man glaubt es kaum J

Die Tickets fuer eine Fahrt liegen bei 4 RMB pro Karte, also ungefaehr 50 Cent. (Benchmark: Koeln: 2,40EUR) Mittlerweile besitzen wir sogar eine Dauerkarte, d.h. kein laestiges Anstehen mehr am Automaten. Eine sehr gute Investion, da 70 % der Automaten zumeist „Out of Service" sind und von den 30 % die funktionieren, steht auf der Haelfte „Coins Only". Umgerechnet auf den Ansturm von Chinesen, die an einen Automaten wollen, ist eine Dauerkarte nur sehr empfehlenswert! ;)

Nachdem wir also unsere Karten haben, geht es erst einmal durch den Security Check. Ja ihr habt richtig gehoert, aehnlich wie an jedem Flughafen werden erst einmal die Handtaschen durchleuchtet. Funktioniert auch ganz gut, die finden nie was ;)

Naja und dann geht sie los, die Reise nach Jerusalem...

Sobald eine Bahn einfaehrt, sammelt sich blitzschnell eine Traube von Menschen vor den jeweiligen Bahneingaengen an. Wo genau eine Bahn haelt bzw. wo sich die jeweiligen Tueren befinden, ist vorab erkennbar, da jede Station zu den Gleisen hin "verglast" ist und alle paar Meter Schiebetueren sind. Ein grosser Vorteil aus Sicht der einsteigenden Personen, die nunmehr nicht noch zu den Eingaengen hinrennen muessen, sondern sich direkt Hufe scharrend vor den Tueren positionieren koennen. Oeffnen sich die Tueren der Metro versuchen alle GLEICHZEITIG rein und raus zukommen. Dank tatkraeftigem Einsatz diverser Unterarme gelingt das dem ein oder anderen recht gut. ;)

Der Aufbau der Metro ist, anders als der der KVB, nicht darauf ausgelegt den Menschen einen Sitzkomfort zu bieten. Zwar gibt es Sitzreihen entlang der Waggons, diese sind jedoch spaerlich gesaeht. Gleichwohl ist die Metro gut klimatisiert, sodass man fast schon zu einem kleinen Kaelteschock neigt, je nachdem in welcher Dichte die Metro gefuellt ist. (Wobei wir sie selten leer erlebt haben) Aber nun zurueck zu den Sitzplaetzen... Sollten tatsaechlich noch freie Sitzplaetze vorhanden sein, dann rennen die Chinesen drauflos und schmeissen sich quer auf die Sitzflaeche, um diese zu belegen! Wir haben sogar schon ein Knaeul von drei Chinesen beobachten koennen, die sich um einen Platz gestritten haben. ;) Plaetze werden in sekundenschnelle gewechselt. Da steht kaum der Eine von seinem Platz auf, da hat sich der Naechste schon hinter ihn gewunden und sich hingesetzt. ;) Da liegt einem der Gedanke, der Reise nach Jerusalem doch nahe, oder??? ;)

 

 

P.S. Wir haben unsere Technik perfektioniert und sitzen seidem auch das ein oder andere Mal in der Metro!! J

 

1 Kommentar:

  1. Du musst es einfach deinem Idol Iron-Maik Franz gleich machen! Eine gut getimete Blutgrätsche und der Platz ist frei! Ansonsten der gute alte "Wow, ein Einhor" -Trick!

    Munter bleiben!
    Yan

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